Wer hat es nicht schon einmal vernommen: „Grüner Tee schmeckt nicht, der ist so bitter“. Der Geschmack des Tees ist nicht nur auf die Wassertemperatur zurückzuführen, denn einen entscheidenden Einfluss auf den Geschmack des Tees hat die Wasserqualität. Damit hat sich schon Lu Yu 780 n.Ch. in seinem berühmten Buch „Cha Ching“ ausführlich beschäftigt. Der chinesische Teemeister fand damals schon heraus, dass die Qualität einer guten Tasse Tee zu 80% vom verwendeten Wasser abhängt. So hat er verschiedene Tests mit Gebirgswasser, Flusswasser und Brunnenwasser 

Teewasser

vorgenommen. Er kam zu dem Ergebnis, dass das Gebirgswasser am besten geeignet ist für die Zubereitung des Tees.


Wichtig für den Geschmack sowie Aufnahmefähigkeit ist die Verwendung von kalkarmem und weichem Wasser. Es sollte also eine geringe Härte aufweisen (weniger als 8,4 °dH). Die Wasserhärte in Berlin beträgt beispielsweise 18 °dH. Ist das Wasser zu hart, so entsteht ein unansehnlicher Film auf der Oberfläche des Tees, auch bekannt unter der Bezeichnung „Teehaut“, Aromen können sich nicht entfalten.

Für die Zubereitung von hochwertigen Tees sollte das Wasser sehr sauerstoffhaltig und keinen zu hohen Härtegrad haben. Daher ist es empfehlenswert Osmosewasser für den Teeaufguss zu verwenden. Das Osmosewasser ist frei von Schadstoffen, wodurch feinste Geschmacksnuancen zur Geltung kommen. Tee kann in diesem reinsten Wasser ein intensives Aroma entfalten, weil der Eigengeschmack des Tees nicht mehr durch andere Stoffe aus dem Trinkwasser beeinflusst wird.

Neben der Wasserhärte ist auch der pH-Wert entscheidend für den Geschmack des Tees. Dieser gibt Auskunft über den Säuregrad des Wassers.



Auswirkungen des pH-Wertes:

Saures Wasser (pH-Wert <7)
Die Farbe des Tees wird durch den pH-Wert beeinflusst. Je saurer das Wasser ist, desto blasser wird die Farbe des Tees. Grüntee kann auch mit leicht saurem Wasser zubereitet werden, da hier die wertvollen Inhaltsstoffe des Tees noch besser aus den Teeblättern gewonnen werden können. Die Bevorzugung von leicht saurem Wasser ist auch in der japanischen Grüntee-Tradition verankert.

Neutrales Wasser (pH-Wert 7)
Wird der Tee mit neutralem Wasser zubereitet, so erhält er eine klare, kräftige Farbe. Der ph-Wert von 7 ist bestens geeignet für die Zubereitung von Weißen oder Grünen Tee und den meisten Darjeelings.

Alkalisches Wasser (pH-Wert >7)

Der Tee wird trüb, an der Oberfläche entsteht die sogenannte Teehaut. Die Aromen im Tee können sich nicht entfalten. 

Filter schließen
von bis
Zuletzt angesehen