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Peeling auf die Fischhaut – Mikroplastik belastet die Meere und schließlich uns!

Benutzen auch Sie Pflegeprodukte mit „hautglättenden Mikropartikeln“ oder Zahnpasta mit „Mikrogranulat“ für das Gewinner-Lächeln? Und haben auch Sie sich noch keine allzu großen Gedanken darüber gemacht was das für Stoffe sind?

Kein Problem, wir klären Sie auf!
Hinter diesen tollen Beauty-Begriffen verbirgt sich – das in letzter Zeit häufig thematisierte – Mikroplastik.

Mikroplastiken sind ca 0,5 mm große Kügelchen, Fasern, oder Fragmente die in Allerlei Produkten zu finden sind. Darunter z.B.: Duschgels, Peelings, Lippenstifte und Zahnpasta.

In diesen Produkten versprechen sie tolle Effekte für das Aussehen oder die perfekte Hautreinigung. Mikroplastik wurde allerdings auch in anderen Produkten nachgewiesen, in denen es vielleicht besser nicht sein sollte.

  • Muscheln
  • Fische
  • Honig
  • Softdrink
  • Milch
  • Trinkwasser

Wieso findet sich Mikroplastik in diesen Produkten und wie schädlich ist das für uns?

Laut dem Umweltbundesamt (UBA) werden allein in Deutschland pro Jahr 500 Tonnen der kleinen Kunststoffe in kosmetischen Mitteln verwendet. So gelangen sie nach Benutzung ins Abwasser und daraufhin ins Trinkwasser oder ins Meer, da die meisten Kläranlagen nicht über die benötigten Filteranlagen verfügen, welche die Mikroplastiken aus dem Wasser fischen könnten.

Doch man darf die Schuld nicht komplett bei den Pflegeprodukten suchen. Die meisten kleinen Kunststoffteile, sind Zersetzungsprodukte von größeren Produkten wie Plastiktüten oder Fischernetzen.

 

6-10% der weltweiten Kunststoffproduktion finden ihren Weg ins Meer

Schätzungsweise 30 Millionen Tonnen Kunststoff gelangen pro Jahr weltweit in die Meere.

Europa trägt dabei einen Anteil von 3,4 – 5,7 Millionen Tonnen.

Im Meer angekommen werden die Mikroteilchen von Fischen aufgenommen, bei denen sie nachgewiesen Entzündungen und Leberschäden verursachen. Die negativen Wirkungen sind aber nicht allein auf das Plastik zurückzuführen. Die Kunststoffe wirken wie Magneten für Schadstoffe. Pestizide und andere gesundheitsgefährdende Substanzen heften sich an sie heran und werden so konzentriert.

Wie gefährlich das Mikroplastik für den Menschen werden kann ist noch weitgehend unerforscht!

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Kläranlagen müssen aufrüsten

Eine Untersuchung des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbands (OOWV) und des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN)fand unter 12 Kläranlagen nur eine die mit einem Tuchfilter ausgestattet war, welcher die Mikroteilchen zu 97% aus dem Wasser filtern kann. Die restlichen Anlagen zeigten Belastungen von 86 bis 714 Partikeln pro Kubikmeter bzw. 98 – 1479 Fasern pro Kubikmeter.Bei einer Anlage wurden 13 000 Partikel / Kubikmeter nachgewiesen.

 

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