Tischwasserfilter im Test – Schlechte Noten von Stiftung Warentest!

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Stiftung Warentest vergibt schlechte Noten für Tischwasserfilter

Tischwasserfilter sind eine sinnvolle Anschaffung. Sie erhöhen die meist ohnehin schon gute Qualität des Trinkwassers aus der Leitung, indem sie mögliche Restmengen an Schwermetallen, Pestiziden und Keimen reduzieren. Außerdem sollen die Anlagen das Wasser weicher machen, wodurch sich Geschmack und Geräteverträglichkeit verbessern. Das große Angebot an verschiedenen Filtertypen und -marken überfordert jedoch viele Verbraucher. Da ist es hilfreich, dass die
Stiftung Warentest jetzt einige Tischfilter genauer unter die Lupe genommen hat.

Getestet wurden neun Geräte verschiedener Hersteller im Preisbereich zwischen 10,- und 34,- Euro. Außerdem stand der Filter 700 PLC von Eva mit einem Volumen von sieben Litern mit auf der Prüfbank – unverbindliche Preisangabe für dieses Gerät: 185,- Euro. Im Labor wurden die Tischfilter eingehenden Tests unterzogen. Maßgebend für die Beurteilung waren Kriterien wie
Filterfunktion, Einträge durch den Filter, Handhabung, Verbrauchskosten und die Produktbeschreibung, die jedem Gerät beiliegt.

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Die Funktionsweise ist bei allen geprüften Geräte im Wesentlichen gleich: Das Wasser aus der Leitung wird in ein Gefäß mit zwei Kammern gegeben. Auf dem Weg von der oberen zur unteren Kammer passiert es eine Kartusche, die einen Filter aus Aktivkohle enthält. Hier werden organische Stoffe abgelagert. In einigen Kartuschen ist zudem Kunstharz verarbeitet, das Kalzium und Magnesium bindet und somit das Wasser weicher machen soll.

Die Ergebnisse des Tischwasserfilter Tests: Mittelmäßig oder schlecht

Die Ergebnisse des Tischwasserfilter Tests: Mittelmäßig oder schlecht Insgesamt kommt die Stiftung Warentest bei ihrer Prüfreihe zu einem ernüchternden Ergebnis. Von den neun getesteten Filtern erreichen gerade einmal drei die Note Befriedigend. Die Resultate der anderen Geräte lagen teilweise sogar deutlich darunter (viermal Ausreichend, zweimal Mangelhaft). Hauptgrund für das schlechte Abschneiden:
Entgegen der Werbeversprechen gelang es keinem der geprüften Tischfilter die Wasserhärte für einen längeren Zeitraum maßgeblich zu reduzieren. Drei der geprüften Geräte setzten dafür nach längerem Gebrauch Keime frei und eines verunreinigte das Wasser sogar mit Schadstoffen. Gerade bei der Reduzierung der Wasserhärte lieferten die meisten der getesteten Geräte nur unterdurchschnittliche Ergebnisse. Dabei ist diese Funktion der Hauptgrund für viele Kunden, sich einen Wasserfilter anzuschaffen. Denn weiches Wasser verspricht einen besseren Geschmack bei der Teezubereitung und erhöht die Lebensdauer der Kaffeemaschine. Für einen perfekten Teegenuss sollte ein Filter in der Lage sein, die Wasserhärte von 17 auf unter zehn Grad zu reduzieren. Diese Vorgabe erfüllten die Geräte des Testreihe nur selten, und wenn, dann nur für kurze Zeit.

Kaum ausreichend Informationen zur Filterleistung und Ergebnis

Ebenfalls nachteilig empfanden die Prüfer der Stiftung Warentest die unzureichende Information zum Tausch der Filterkartuschen. Die Leistung des Aktivkohlefilters lässt mit der Zeit nach, und die Wirkung der Kartusche vermindert sich. Deshalb muss sie regelmäßig ausgewechselt werden. In welchen Intervallen das geschehen sollte, darüber schweigen sich viele Hersteller aus. Eingebaute Wechselanzeiger helfen ebenfalls nur wenig. Meist messen sie, wie oft der Deckel der Kartusche geöffnet wurde, geben jedoch keine konkrete Auskunft darüber, wie gut der Filter noch arbeitet. Zudem geht der regelmäßige Kartuschenaustausch ins Geld. Bei einem empfohlenen Wechselintervall von vier Wochen können sich die Kosten auf 50,- bis 100,- Euro im Jahr belaufen. Einige Experten empfehlen jedoch einen deutlich kürzeren Nutzungszeitraum der Kartusche. Denn Untersuchungen zeigen, dass die Filter manchmal schon nach wenigen Tagen verkeimen.

Bilden sich in den Kartuschen Bakterien, dann werden die Tischgeräte sogar gefährlich. Bei sechs Filtern aus der Testreihe setzen die Hersteller daher Silberionen zu. Das hemmt zwar die Vermehrung von Mikroorganismen, jedoch gelangen andererseits auf diese Weise auch bis zu 15 Mikrogramm Silber pro Liter Wasser ins Filtrat. Experten vermuten, dass durch diesen Zusatz langfristig ebenfalls eine Gesundheitsgefährdung ausgehen könnte.

Krebsgefahr bei einem der geprüften Geräte

Um einer Verkeimung vorzubeugen, sollten Tischfilter stets im Kühlschrank aufbewahrt werden. Vielfach ist das aber äußerst unpraktisch oder manchmal auch schlicht unmöglich. Beispielsweise ist das getestete Gerät von Eva hierfür viel zu groß. Dabei begünstigt gerade dieses Produkt aufgrund seiner speziellen Bauweise die Vermehrung von Bakterien. Außerdem kann es Schadstoffe freisetzen. Bei Messungen des Testlabors fanden sich bis zu 138 Mikrogramm Dichlormethan im Filtrat. Ein Stoff, der im Verdacht steht, krebserregend zu sein. Eva wurde daher bereits aus dem Vertrieb genommen, Restgeräte können aber noch im Handel sein.

Die Prüfergebnisse der Stiftung Warentest ergeben ein klares Fazit:
Alle untersuchten Tischfilter eignen sich nur begrenzt dazu, Trinkwasser umfassend von Schadstoffen zu reinigen. Um überhaupt eine nennenswerte Wirkung zu erzeugen, muss zusätzlich erheblicher Aufwand betrieben werden – beispielsweise die Aufbewahrung des Gerätes im Kühlschrank und häufiger Wechsel der Filterkartusche.

Die Alternative – Osmoseanlagen

Wer sein Leitungswasser wirklich zuverlässig von Schadstoffresten und Keimen reinigen will, für den ist ein Osmosefilter die perfekte Alternative. Das Prinzip, welches diesen Anlagen zugrunde liegt, wurde schon vor über 50 Jahren von der US-Raumfahrtbehörde NASA entwickelt und ist von der Natur abgeschaut. Kernbestandteil dieses Filtertyps ist eine Membran, die nur die allerkleinsten Partikel passieren lässt. Größere Moleküle wie etwa Kalk, Nitrat, Schwermetalle und Pestizide werden praktisch zu hundert Prozent aus dem Wasser herausgefiltert. Gleiches gilt für Kleinstlebewesen wie Viren und Bakterien.

Neben der höheren Filterqualität sind Osmoseanlagen auch praktischer in der Anwendung als Tischfilter. Fest in das Leitungssystem installiert, können Sie jederzeit auf frisch gefiltertes Wasser zugreifen. Ebenso ist es nicht notwendig, dass Sie das Filtrat im Kühlschrank aufzubewahren, um der Verkeimung vorzubeugen. Die Membran hält mehrere Jahre. Für ein optimales Reinigungsergebnis sollte allerdings der Vorfilter ca. alle 6 Monate gewechselt werden. Alles in allem jedoch ein überschaubarer Aufwand im Vergleich zum Wechsel einer Filterkartusche, die oft schon nach wenigen Wochen ausgetauscht werden muss. Wasser, das mit einer Osmoseanlage gefiltert wird, erreicht einen einmaligen Reinheitsgrad von fast 100 Prozent. Das Resultat ist ein natürlich sauberes Lebensmittel, das vitalisierend wirkt und das Wohlbefinden und die Gesundheit fördert.

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