Trinkwasser

Chinas Trinkwasserproblem

Vector schematic representation of the water cycle in nature

China steht vor einem riesen Problem. Das Land kämpft nicht nur mit einer enormen Luftverschmutzung, auch die Wasserqualität der chinesischen Flüsse und Seen lässt stark zu wünschen übrig. Allerdings gibt es interessante Lösungsvorschläge zu Chinas Trinkwasserproblem.

 

Flüsse und Seen verseucht

Eine am Montag veröffentlichte Studie der Umweltschutzorganisation The Nature Conservancy weist auf das enorme Trinkwasserproblem in China hin. Das Wasser aus mindestens ein Drittel der chinesischen Flüsse und Seen ist nicht mehr für die menschliche Nutzung geeignet. 20 Prozent der Weltbevölkerung sind Chinesen, allerding verfügt das Land nur über 7 Prozent der weltweiten Frischwasserreserven. Erschwerend kommt hinzu, dass nur sechs Prozent der chinesischen Landmasse mehr als zwei Drittel der Wasserversorgung sicherstellen muss. Drei Viertel der Wassereinzugsgebiete der 30 größten und am schnellsten wachsenden Metropolen sind mittelschwer bis stak verschmutzt.

 

Auch das Grundwasser ist stark verschmutzt

Traktor bei der FeldarbeitBeim Grundwasser zeichnet sich noch ein viel drastischeres Bild. Je nach Studie sind zwischen 60 und 80 Prozent des chinesischen Grundwassers so stark verschmutzt, dass man es nicht trinken kann. Industrie und Landwirtschaft gelten als Verursacher der Kontamination. So gerieten Abfälle aus der Viehwirtschaft sowie Dünge- und Insektenvernichtungsmittel in Flüsse, Seen, Feuchtgebiete und Küstengewässer. Zudem brächten Regen und Schneeschmelze die Schadstoffe unter die Erde.

 

Es wurden interessante Lösungsansätze zu Chinas Trinkwasserproblem entwickelt

„Obwohl die Luftverschmutzung in China große Aufmerksamkeit genießt, ist die Lösung der Wasserprobleme genauso entscheidend für die Gesundheit und Sicherheit des chinesischen Volkes und seiner Wirtschaft“, erklärte Giulio Boccaletti von The Nature Conservancy. Deshalb empfiehlt die Naturschutzorganisation die Anbaupraktiken in der Landwirtschaft zu verbessern um dadurch weniger Chemikalien  in den Wasserkreislauf zu pumpen. Zudem sollten kleine und mittlere Wassereinzugsgebiete geschaffen werden die weniger als 100.000  Quadratkilometer umfassen. In diesen Gebieten müsse gezielter Naturschutz betrieben werden, das heißt dass die Wälder in dieser Region unter einen besonderen Schutz gestellt würden und der der dortige Düngemitteleinsatz massiv reduziert werden müsse. Dadurch ließe sich die Wasserqualität für mehr als 150 Millionen Menschen verbessern. Natürlich würden solche Maßnahmen viel Geld verschlingen, allerdings wären  diese von den Ersparnissen bei der Wasseraufbereitung getragen.
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