Trinkwasser

Im Ried ist das Trinkwasser gefährdet

abwasserDer Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND), eine der bekanntesten deutschen Umweltschutzorganisationen, schlägt Alarm: Aufgrund von Untersuchungen im hessischen Ried sieht sie das dortige Trinkwasser gefährdet.

Warum ist das Trinkwasser gefährdet?

Der Großteil des Rhein – Main Gebiets bezieht das Trinkwasser aus dem hessischen Ried. Der BUND hat in einer Untersuchung anhand von Messdaten des hessischen Landesamts für Naturschutz, Umwelt und Geologie herausgefunden, dass das dortige Grundwasser stark mit Chemikalien belastet. Es handelt sich um eine Mischung aus Medikamenten, Pflanzenschutzmitteln und Haushaltschemikalien die laut BUND bereits in den Trinkwasserbrunnen angekommen ist die den Ballungsraum Rhein – Main versorgen. Auch hier besteht das Problem, dass laut Trinkwasserverordnung für die meisten chemischen Verbindungen kein gesetzlicher Grenzwert definiert wurde. Es existieren lediglich Orientierungswerte, die laut BUND zum Teil überschritten wurden. Die Umweltorganisation sieht den Grund dafür in einer Belastung der dortigen Bäche in welche die Abwässer vieler Kommunen und Industriebetriebe fließen. Von dort versickert die Chemiebrühe in den sandigen und deshalb gut durchlässigen Böden, gelangt ins Grundwasser und fließ weiter in die Trinkwasserbrunnen. Deshalb fordert der BUND die Nachrüstung der Kläranlagen und Trinkwasserbrunnen um eine vierte Reinigungsstufe, so wie es beispielsweise in der Schweiz vorgeschrieben ist.

Auch der hessische Wasserversorger sieht Handlungsbedarf

Auch Hessenwasser, der örtliche Trinkwasserlieferant, ist der Meinung, dass etwas gegen die Chemikalienbelastung unternommen werden muss. Das Bundesumweltamt vertritt eine ähnliche Meinung und fordert verbindliche Richtwerte für den Eintrag von Arzneimittelrückständen, welche das Trinkwasser gefährden. Nach Ansicht des Amtes sei der Spielball nun bei der Politik. Aus diesem Grund hat das Umweltministerium eine Arbeitsgruppe eingerichtet, welche sich dem Problem annehmen soll.

Wasserversorger sieht auch die Pharmaindustrie in der Pflicht

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„Wir sind auf der Seite des BUND und warnen wie die Umweltschützer vor der Entwicklung“, erklärte der Sprecher von Hessenwasser. Die jetzt veröffentlichten Daten seien ja schließlich nicht neu. „Das sind ganz wesentlich unsere Daten.“ Die Branche wisse, dass das Trinkwasser gefährdet sei. Allerdings wehrt sich Hessenwasser wie auch der gesamte Bundesverband der Wasserwirtschaft dagegen, die Kosten für eine stärkere Reinigung des Trinkwassers zu tragen. „Die Wasserwerke sind keine Reparaturbetriebe.“ Hessenwasser fordert von der Pharmaindustrie für die Medikamentenherstellung ökologisch abbaubare Wirkstoffe zu verwenden. Auch die Abwässer müssen besser gereinigt werden, so der Wasserversorger weiter. Entgegen dieser Meinung sieht das Umweltministerium keine Notwendigkeit zur allgemein verpflichtenden Einführung einer vierten Reinigungsstufe. Allerdings, so hieß es weiter, müsse dort wo das Trinkwasser gefährdet sei, über eine Nachrüstung nachgedacht werden.

Wie wird es weitergehen?

Die Nachrüstung der Wasserwerke verschlingt bundesweit über eine Milliarde Euro. Klar ist, dass die Rücklagen der Betriebe die Kosten dafür nicht decken können. Obwohl selbst das Umweltministerium bei der Frage nach einer Neubewertung der Schadstoffgrenzwerte für Trinkwasser Handlungsbedarf sieht, geschieht seit Jahren nichts. Die Pharmaindustrie hat kein natürliches Interesse daran, ökologisch verträgliche Wirkstoffe zu entwickeln oder sich an den Kosten der Trinkwasserreinigung zu beteiligen. Insofern ergibt sich mittelfristig für den Verbraucher keine Besserung. Was könnt Ihr also tun um der täglichen Chemikalien- und Medikamentendosis zu entgehen? Die Lösung liegt ganz nahe. Ihr müsst Euch selbst darum kümmern! Der sicherste Weg Euer Trinkwasser zuhause zu filtern ist die Verwendung einer Umkehrosmoseanlage. Diese filtert wirklich alle Schadstoffe, von Schwermetallen über Chemikalien bis hin zu Medikamenten und Bakterien und dies auch noch wesentlich effizienter als es jedes Wasserwerk zustande bekäme.

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