Osmoseanlage Wiki

Osmoseanlage Funktion

Osmoseanlagen sind Wasserfilter, die mithilfe der Umkehrosmose Technologie, Ihr Leitungswasser filtern. Um die Funktion bzw. Funktionsweise einer Osmoseanlage nachvollziehen zu können ist es hilfreich, das Verfahren der Umkehrosmose bzw. Osmose verstanden zu haben.

Was ist Osmose? Wie funktioniert Osmose?

Osmoseanlagen machen sich für ihre Funktion den Vorgang der Osmose zunutze. Osmose ist ein physikalisches Verfahren und kommt ursprünglich aus der Natur. Es dient dem Ausgleich der Konzentration zweier Flüssigkeiten durch eine semipermeable bzw. halbdurchlässige Membrane. Dabei „wandern“ die Ionen der höher konzentrierten Lösung zu der niedrig konzentrierten Lösung. Dies passiert so lange bis die Konzentration ausgeglichen ist. 

Was ist Umkehrosmose? Wie funktioniert Umkehrosmose?

Umkehrosmose ist das Gegenstück zur Osmose. Bei der Umkehrosmose geht es nicht darum, die Konzentration auszugleichen, sondern zu erhöhen. Dabei wird Wasser von einer Seite der Membrane auf die andere Seite gepresst, wo sich noch kein Wasser befindet. Das bedeutet, die Konzentration des Wassers wird nicht ausgeglichen, sondern erhöht. 

Wie läuft Umkehrosmose in einer Osmoseanlage ab?

Nun lernen Sie die Funktionsweise der Umkehrosmose in ein einer Osmoseanlage kennen. Die Filterung des Leitungswassers bei einer Osmoseanlage beginnt mit mindestens einem Vorfilter. Vorfilter dienen dazu, das Leitungswasser von groben Verunreinigungen zu befreien, um die Membrane zu schützen und den Verschleiß zu vermindern. Bei den Vorfiltern handelt es sich meistens um Sediment-, Aktivkohle-, und Aktivkohleblockfilter. Einer von diesen Vorfiltern oder eine Kombination aus mehreren unterschiedlichen Filtern ist immer einer Membrane vorgeschaltet. 

Was ist bei den Filtern einer Osmoseanlage zu beachten?

Die Funktionsweise der Filter ist so, dass diese Verunreinigungen aus dem Leitungswasser herausfiltern und diese auffangen. Um eine hohe Qualität Ihres Osmosewassers aufrechtzuerhalten, müssen Filter spätestens alle 6 Monate ausgewechselt werden. Der Grund dafür ist, dass mit zunehmender Zeit die Filter durch das Auffangen der Verunreinigungen aus dem Wasser verstopfen und keine Partikel mehr aufnehmen können. 

Da Leitungswasser nicht nur von Bundesland zu Bundesland, sondern von Stadt zu Stadt und sogar von Gebäude zu Gebäude starke Abweichungen aufweisen kann, wird empfohlen, Verfärbungen Ihrer Filter im Blick zu behalten. Die Verfärbungen kommen dadurch zustande, dass die Filter Verunreinigungen aus dem Leitungswasser herausfiltern und auffangen. 

Je nachdem, wie verschmutzt, Ihr Leitungswasser ist, können die Filter in Ihrer Osmoseanlage schneller verunreinigt werden. Werfen Sie von Zeit zu Zeit einen Blick auf Ihre Filter, um den richtigen Zeitpunkt für den Filterwechsel nicht zu verpassen.

Sedimentfilter für Osmoseanlagen

Sedimentfilter betehen aus dem Material Polypropylenvlies. Es gibt Sedimentfilter in unterschiedlichen Größen, wie zum Beispiel 1 Mikron oder 5 Mikron. Je kleiner die Poren eines Filters sind, desto kleinere Partikel kann der Filter auffangen. Die Funktion der Sedimentfilter ist es, grobe bzw. relativ grobe Verunreinigungen herauszufiltern.

Aktivkohlefilter für Osmoseanlagen

Aktivkohlefilter bestehen aus dem Material Aktivkohlegranulat. Von innen sind sie mit einem Polypropylenvlies ausgestattet, wodurch das Aktivkohlegranulat nicht austreten kann. Aktivkohlefilter entfernen bzw. reduzieren Chlorteilchen, Geruchsstoffe, Geschmacksstoffe, Phenol, Benzol und organische Verunreinigungen aus dem Leitungswasser.

Aktivkohleblockfilter für Osmoseanlagen

Aktivkohleblockfilter bestehen aus gebackenem Aktivkohlepulver und sind mit einem feinen Polypropylenvlies umhüllt, wodurch eine zusätzliche Filtration von feinsten Verunreinigungen erfolgt. Sie entfernen bzw. reduzieren freie Chlorteilchen, Lösungsmittel, Geruchsstoffe, Pestizide, anorganische Substanzen, Phenol, Benzol und organische Verunreinigungen. 

Membrane für Osmoseanlagen

Die semipermeable Membrane ist das Herzstück einer Osmoseanlage. Die Filterung des Wassers durch die Membrane funktioniert wie folgt: Durch die sehr feinen Poren der Membrane passen lediglich Wassermoleküle hindurch. Das Wasser wird durch die Umkehrosmose-Membrane gepresst und die Konzentration des Wassers steigt auf einer Seite. Dadurch entsteht Abwasser. Auf der anderen Seite der Membrane befindet sich nun reines Osmosewasser. Seine Konzentration ist im Gegensatz zum Abwasser gering.

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