Gesundheit,  Lifestyle

Modenuss in Kritik

Mandeln sind in Mode. Nicht nur weil sie lecker schmecken sondern auch weil sie positive gesundheitliche Effekte haben. So zeigen einige Studien, dass sie das Risiko von Herzerkrankungen verringern, da sie unter anderem cholesterinsenkend wirken. Auch für das Aufrechterhalten der Darmgesundheit sind sie hilfreich, aufgrund Ihrer präbiotischen Wirkung.

Nicht nur als ganze Nuss kommt die Mandel zum Einsatz. Viele sind auf Mandelmilch umgestiegen als Ersatz für herkömmliche Milch. Selbst in der Inhaltsangabe vieler Ihrer Pflegeprodukte werden Sie Mandelmilch mit aufgelistet finden.

Was haben Mandeln mit Wasser zu tun?

Für die Produktion einer einzigen Mandel werden fast 4 Liter Wasser benötigt.

82 % der weltweit produzierten Mandeln kommen aus Kalifornien, ein Staat der in einer schweren Dürre steckt.

Privathaushalte in Kalifornien müssen Wasser sparen, so gibt es nun extra Unternehmen, die Rasenflächen grün ansprühen, um einen gepflegten Eindruck zu hinterlassen. Die Bewässerung des Rasens ist seit den strengen Wasserspar-Vorschriften des kalifornischen Gouverneur verpönt, das Abspritzen von Bürgersteigen und Einfahrten sowie das Befüllen von Springbrunnen ist untersagt und wird mit hohen Geldstrafen geahndet. So soll der Wasserverbrauch der Privathaushalte innerhalb 1 Jahres um 25 % gesenkt werden.

Doch ob diese Maßnahmen wirklich helfen und ob der Wasserverbrauch der Haushalte das größte Problem ist, bleibt fraglich.

80% des Wasserverbrauchs geht von der Landwirtschaft aus, die allerdings nur 2% der Wirtschaft Kaliforniens ausmacht.

Der Anbau von Produkten, die eine intensive Bewässerung benötigen, ist daher sehr in Kritik geraten und wurde breit in der Presse diskutiert. Trotzdem produzieren Kaliforniens Bauern so viele Mandeln wie nie zu vor. Sie sind nach Milchprodukten die zweitgrößte Landwirtschaftliche Einnahmequelle.

Die Amerikanischen Bürger verzehren heute doppelt so viele Mandeln wie noch vor 10 Jahren, doch 70% der in Kalifornien produzierten Mandeln werden exportiert und landen so auch in Deutschland. So schwappt das moralische Dilemma auch zu uns und man sollte sich überlegen, wie oft man sich den Genuss der kleinen Nuss gönnt.

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