Gesundheit,  Wasser

Sulfat im Trinkwasser

Seit vielen Jahren wird der Grenzwert für Sulfat in der Spree regelmäßig überschritten. Das Erschreckende: Gerade aus diesem Fluss entnehmen die Berliner Wasserwerke das Trinkwasser für die Metropole.

Was ist Sulfat?

Sulfate sind Schwefelverbindungen. Sie entstehen aus der Oxidation verschiedener Mineralien. Sulfate an sich sind nicht giftig. Allerdings können sie schweren Durchfall verursachen. Auch der Geschmack des Wassers wird beeinträchtigt. Zudem schädigt Sulfat Betonwände und Rohrleitungen. Besonders Letzteres birgt weitere Gesundheitsrisiken. Wenn Wasserrohre oxidieren, lösen sich Schwermetalle. Diese sind mitunter hochgiftig.

Die Verursacher werden der Lage nicht Herr

Ein massives Umweltproblem bedroht Berlins längsten Fluss, die Spree. Die Grenzwerte für Sulfat werden seit vielen Jahren regelmäßig überschritten. Die Berliner Wasserwerke befürchten, dass sich dieses Problem eher noch verschlimmern wird. Doch wer ist schuld an dem Dilemma?

In der Lausitz sind viele Bergbaubetriebe ansässig, wie z.B. der Kohlekonzern Vattenfall. Beim Stilllegen eines Tagebaues werden die Pumpen abgeschaltet, die bis dahin das Wasser aus der Grube abtransportierten und somit den Gesteinsabbau ermöglichten. Im Bergwerk steigt der Grundwasserspiegel, was wiederum dazu führt, dass viele Stoffe, darunter auch Sulfate, in Flüsse und Bäche gespült werden.

Sulfat im Trinkwasser – Wie kann das sein?

substanzen in apothekeDie Lage ist besonders prekär, da die Berliner Wasserbetriebe Ihr Trinkwasser aus dem Uferfiltrat der Spree beziehen. Wiederholte Messungen zeigen, dass die Sulfatkonzentration im Wasser der Spree über 300 Milligramm liegt. Tendenz Steigend! Die Trinkwasserverordnung schreibt allerdings eine Maximalkonzentration von 250 Milligramm vor. Die bisherige Strategie Vattenfalls, die Sulfatkonzentration zu drücken, indem man Spreewasser mit unbelastetem Wasser verdünnt, geht allerdings seit Jahren nicht auf. Im Gegenteil: Wegen der heißen Sommer und der unterdurchschnittlichen Niederschläge, herrscht eine Wasserknappheit vor. Dadurch verschlimmert sich die Situation weiter. So ließ eine Sprecherin von Senator Andreas Geisel (SPD) verlauten: „Es kann bei ungünstigen Witterungsverhältnissen zu Problemen mit dem Trinkwasser kommen.“ Ein Vattenfall Sprecher entgegnete schlicht, dass man klimatische Einflüsse auf die Spree nicht verhindern könne. Zudem gebe es keinen Anspruch darauf, Trinkwasser aus dem Uferfiltrat eines Flusses zu entnehmen. Somit werden sich die Berliner mit Sulfat im Trinkwasser anfreunden müssen.

Jetzt sind die Wasserwerke in der Pflicht

Entgegen der Meinung des Vattenfall Sprechers legen die Berliner Wasserbetriebe allerdings sehr großen Wert auf eine natürliche Trinkwassergewinnung. Aus diesem Grund erkundigte man sich, ob es eine Möglichkeit gäbe, das Sulfat mittels einer zusätzlichen Aufbereitungsstufe herauszufiltern. Nach ersten Berechnungen würde dies einen Aufpreis von 20 bis 50 Cent pro Kubikmeter bedeuten. Die Kosten hierfür müssten Berlins Wasserkunden tragen oder die Verursacher der Sulfatbelastung, also die Bergbaukonzerne. Ob diese zusätzliche Reinigungsstufe wirklich gebaut wird, steht allerdings in den Sternen. Sollte der Bau einer neuen Reinigungsstufe jedoch beschlossen werden, wird es Jahre dauern bis diese Einsatzbereit wäre. Bis dahin müssen sich die Berliner wohl mit Sulfat im Trinkwasser leben. Oder sie gehen dazu über, ihr Wasser selbst zu reinigen.

Wasserfiltersysteme für den Haushalt – weit sauberer als es die Wasserwerke können

Es gibt eine Möglichkeit, Ihr Wasser direkt bei Ihnen zu Hause zu filtern. Mit umwerfenden Ergebnissen und besser als es jedes noch so moderne Wasserwerk könnte. Umkehrosmose. Während Wasserwerke nur immer einen Teil der Schadstoffe filtern können, sind Osmosesysteme in der Lage wirklich alle Stoffe herauszufiltern.

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