Gesundheit,  Wasser

Glyphosat – Wie kann ich mich schützen?

Das Pflanzenschutzmittel Glyphosat des umstrittenen Chemie und Biotech Konzerns steht im Verdacht, potentiell krebserregend zu sein. Wie bereits in einem unserer Artikel zu lesen war, wurde Glyphosat in den 14 beliebtesten und umsatzstärksten Bieren Deutschlands nachgewiesen.

Das erschreckende Ausmaß der Glyphosatvergiftungen

Nun schockiert eine neue Studie der Heinrich Böll Stiftung. Diese besagt, dass die große Mehrheit der Deutschen massiv mit Glyphosat belastet ist. Hierzu wurden Urinproben von 2.000 Probanden analysiert. Das alarmierende Ergebnis: Bei 99,6 % aller Testpersonen konnten Rückstände von Glyphosat nachgewiesen werden. Nicht weniger erschreckend ist, dass 75% der Probanden mit einer gefährlichen Konzentration von mehr als 0,5 Mikrogramm Pro Liter getestet wurden. Dies stellt eine mindestens fünffache Überschreitung des gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerts für Trinkwasser (0,1 Mikrogramm) dar. Wohlgemerkt: Bei vielen Testpersonen wurden noch deutlich höhere Glyphosatkonzentrationen nachgewiesen.

Weitere Untersuchungen belegen die Ergebnisse

Spoon of baking soda above a glass of water

Die oben genannten Ergebnisse sind in der Wissenschaft leider nicht unbekannt. Vielmehr seien sie schon mehrfach bestätigt worden. So erklärte die Präsidentin des Umweltbundesamtes, Maria Krautzberger, am Freitag, den 04.03.2016: „Uns überraschen die Werte überhaupt nicht. Sie liegen in einer Größenordnung, die wir jüngst bei unserer eigenen Langzeitmessung im Urin von 400 Studierenden gefunden hatten.“ Die massive Belastung der deutschen Bevölkerung sei angesichts der langjährigen und intensiven Verwendung des Pestizids nicht überraschend“, so die Präsidentin des Umweltamts. „Weiterhin sei es wichtig, jetzt nicht allein Glyphosat als Kern alles Übels zu nennen„. Krauzberger wies darauf hin, dass in Deutschland eine Vielzahl an Pflanzenschutzmitteln eingesetzt würden. „Ökologisch nachhaltig sei diese Praxis nicht„, hieß es weiter.

Wie gelangt Glyphosat in den Urin der Probanden

Glyphosat, wie andere Pflanzenschutzmittel, werden in großen Mengen in der Landwirtschaft eingesetzt. Die Pestizide sollen Unkraut vernichten und Schädling fernhalten. Wenig verwunderlich erscheint die Tatsache, dass die Gifte nicht ausschließlich auf den Äckern verweilen. Die Pestizide werden durch den Regen von den Pflanzen gewaschen und gelangen somit ins Grundwasser, Flüsse und Seen. Unglücklicherweise sind unsere Wasserwerke nicht in der Lage, die Giftstoffe aus dem Trinkwasser zu filtern.

Wer ist besonders betroffen?

Die Studie der Heinrich Böll Stiftung offenbart weitere schockierende Resultate. Kinder und Jugendliche scheinen im Gegensatz zu anderen Altersgruppen, wesentlich stärker belastet zu sein. Zudem zeigte sich, dass im Vergleich zu Frauen, bei deutlich mehr Männern hohe Rückstände von Glyphosat im Urin gefunden wurden. Allerdings stellte sich auch heraus, dass Vegetarier und Veganer etwas weniger des giftigen Pestizids zu sich genommen hatten.

Was unternehmen die Verantwortlichen, um die Bevölkerung vor Glyphosat-Vergiftungen zu schützen?

Jährlich landen ca. 5.000 Tonnen des giftigen Wirkstoffs auf unseren Feldern. Von dort gelangt das Pestizid weiter in den Wasserkreislauf. In einigen Tagen wird auf europäischer Ebene über eine weitere Glyphosat-Zulassung entschieden. Zuletzt plädierte die Europäische Kommission für eine Verlängerung bis 2031. Auch die Bundesregierung unterstützt diesen Vorschlag. Die Bürger der Europäischen Union können sich somit keine Hoffnungen auf eine baldige Besserung der Lage machen.

Wie kann ich trotzdem meine Familie schützen?

Wie erwähnt sind insbesondere unsere Kinder von einer hohen Glyphosatbelasung betroffen. Die Wasserwerke sind nicht in der Lage, das Pflanzenschutzmittel aus dem Trinkwasser zu filtern und die Bundesregierung sowie die EU Kommission gedenkt, nichts gegen dieses Problem zu unternehmen. Die technisch einzige Möglichkeit, Glyphosat, Giftstoffe, Bakterien, Schwermetalle, Uran, Vieren und vieles mehr aus dem Trinkwasser herauszufiltern, ist das Umkehrosmoseverfahren. Hierbei wird das Hauswasser mittels einer Osmosemembran von allen unerwünschten Stoffen befreit. Wenn Sie also darüber nachdenken, wie Sie ihre Familie vor verunreinigtem Trinkwasser schützen können, sollten Sie die Anschaffung solch einer Osmoseanlage in Betracht ziehen.

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